Anger gewinnt auswärts 25:14
Penzberger Aufholjagd souverän gestoppt
Die Penzberger Siegesserie der letzten fünf Kampftage, sie hielt dem Angerer Druck nicht stand: Mit 25:14 holte ein motiviertes und geschlossen auftretendes Angerer Team beide Punkte in das Berchtesgadener Land und sicherte so den dritten Platz in der Oberliga nach unten ab. Nur Gutes konnte daher Ralf Peter Lehmann, Abteilungsleiter Ringen beim AC, über seine Mannen berichten, denn weiterhin musste das Trainergespann Kovacs/Ammann auf BErnhard Maier (Knieprobleme), Alexander Kropf (Bandscheibenvorfall) und diesmal sogar auf Thomas Ortner verzichten, der krankheitsbedingt absagte. Mit nur neun Mann waren dann die 84 kg Greco auch unbesetzt.
| Gewichtsklasse | AC Penzberg | SC Anger | 14:25 | ||
| G | 55 | Kramer, Thomas | Baumgartner, Felix | TÜ | 2:4 |
| F | 60 | Wörle, Peter | Argstatter, Benedikt | TÜ | 0:4 |
| G | 66 A | Gretschel, Guido | Kropf, Christian | PS | 0:3 |
| F | 66 B | Welk, Martin | Steinbrecher, Michael | SS | 4:0 |
| G | 74 A | Horst, Alex | Drechsler, Attila | TÜ | 0:4 |
| F | 74 B | Seidler, Clemens | Hinterreiter, Josef | PS | 0:3 |
| G | 84 A | Petzenhammer, Matthias | — | KL | 4:0 |
| F | 84 B | Dürr, Alexander | Kullak, David | PS | 3:1 |
| G | 96 | Koch, Robin | Koch, Bernhard | PS | 0:3 |
| F | 120 | Vierke, Peter | Koch, Alexander | PS | 1:3 |
Für einen guten Einstieg in einen gelungenen Kampfabend sorgte Felix Baumgartner gegen Thomas Kramer in 55 kg gr.-röm. Mit 4:1/0:6/1:1/0:3 und 0:8 gegen einen Gegner, der sichtlich von der Kampfdauer gezeichnet war, holte Baumgartner 4:2 Punkte mit technischer Überlegenheit. Diesen Vorsprung baute Alexander Koch gegen Peter Vierke im Freistil-Schwergewicht auf, den er mit 0:21/1:0/0:3/0:2 bezwang. Ebenfalls eine sehr gute Leistung brachte dann Benedikt Argstatter auf die Matte, indem er Peter Wörle mit 1:5/0:7/0:4 im 60 kg Bantamgewicht ebenfalls in technischer Überlegenheit bezwang. Dass Anger gegen Penzberg in den schweren Klassen heute gut eingestellt war, zeigte Bernhard Koch gegen Robin Koch in 96 kg gr.-röm, der beim 0:3 (0:1/0:1/0:2) keine Chance gegen den Angerer hatte. Auch der vierte Kampf des Abends von Christian Kropf im 66 kg Leichtgewicht im gr.-röm. Stil gegen Guido Gretschel ging mit 0:5/0:1/2:3 an Anger, bevor Martin Welk den ersten Penzberger Sieg einfahren konnte. Mit 3:0/3:0/5:0 und einem Schultersieg in den letzten Sekunden der dritten Runde ließ er Michael Steinbrecher diesmal keine Chance.
Einen grandiosen Einstand in der ersten Mannschaft zeigte anschließend David Kullak in 84 kg Mittelgewicht im freien Stil, der bei seinem ersten Auftreten in der Oberliga gegen Alex Dürr zwar 3:1 verlor, aber eine sehr gute Moral zeigte. Mit 0:3 ging die erste Runde klar an Dürr, aber Kullak kämpfte sich zurück und konnte in der zweiten Runde ein paar saubere Griffe ansetzen und den Penzberger sogar einmal drehen: 3:0 für Kullak. Auch die zweite Runde wäre mit etwas mehr Routine an den Angerer gegangen, der nach einem 2:0 Rückstand egalisierte und dann alles auf eine Karte setze - aber der Penzberger erwies sich als der Stärke von beiden. Die vierte Runde ging dann wieder an Dürr, der letztlich mit dem Angerer Neuling erheblich mehr Mühe als gedacht hatte.
Keine Mühe mit seinem Gegner hatte hingegen Attila Drechsler im Weltergewicht 74 kg gr.röm: Alex Horst unterlag deutlich gegen den Aufhammer Ungarn mit 0:6/0:2/0:5, bevor Josef Hinterreiter Clemens Seidler vom AC Penzberg ein paar Griffe lang mitringen ließ, letztlich den Penzberger aber ganz sicher mit 0:1/0:1/0:1 zum Endstand von 25:14 bezwang.
Da in Mietraching erwartungsgemäß das Wunder ausblieb - Mietraching unterlag dem hohen Favoriten Bindlach mit 12:26 - und auch die Reserve des SV Johannis sich am Sonntag gegen Schonungen wohl keine Blöße gegen wird, wird es daher an der Spitze weiter spannend bleiben - nur hat der SCA dieses Jahr dabei nichts mitzureden, zu gravierend waren die Verletzungsprobleme gerade in den wichtigen Kämpfen. Umso interessanter dürfte der kommende Kampftag in Aufham werden, wenn es gegen Johannis Nürnberg II zwar nicht um den Aufstieg, wohl aber die Revanche für die 22:15 Auswärtsniederlage aus der Hinserie geht.










