Bayerische Meisterschaften Jugend und Junioren / Bericht des Reichenhaller Tagblatts / Andreas Wittenzellner
Silber für die jungen Angerer Ringer Tom Berger und Matthias Eckart - 10 Medaillen für Vereinsringer aus dem Bezirk
Penzberg (awi). Schlag auf Schlag geht es derzeit bei Bayerns Ringer: Woche für Woche finden derzeit die Bayerischen Meisterschaften für die unterschiedlichen Altersklassen und Stilarten statt. Am vergangenen Wochenende waren die Freistilmeisterschaften in Penzberg für die Altersklassen A-Jugend (Jahrgang 1995 bis 1997), C-Jugend (Jahrgang 2000 bis 2001) und der Junioren (Jahrgang 1992 bis 1994) an der Reihe. Junge Ringer aus vier Vereinen des Bezirk Inn-Chiem (SC Anger, TSV Berchtesgaden, SV Wacker Burghausen, TV Traunstein und TSV Trostberg) konnten dabei insgesamt zehn Medaillen mit nach Hause nehmen. Insgesamt waren an den beiden Tagen 180 junge Ringer aus 38 bayerischen Vereinen am Start (71 in der A-Jugend, 61 in der C-Jugend und 48 Junioren).
In der Gesamtwertung der 38 teilnehmenden Vereine konnte sich der TV Traunstein auf dem Vierten Platz behaupten, der SC Anger kam auf den Elften Platz. Vierzehnter wurde der TSV Trostberg, einen Rang dahinter der SV Wacker Burghausen. Der TSV Berchtesgaden, der mit nur drei Ringern angetreten war, wurde als Sechsundreißigster eingereiht. Die Vereinswertung gewannen die Bundesligisten TSV Westendorf mit einer sehr starken Nachwuchsarbeit vor dem SV Johannis Nürnberg und dem Oberligisten SpVgg Freising.
Gold für Einsiedler, Tatarinov und Marnette
Tobias Einsiedler (31 kg, C-Jugend) vom TV Traunstein konnte ebenso Gold einfahren, wie der Traunsteiner Deutsche Meister Artur Tatarinov (46 kg, A-Jugend) dessen Punktebilanz mit 57:0 Punkte ohne Makel war. Michael Marnette vom SV Wacker Burghausen war bei den Junioren in der Gewichtsklasse bis 96 kg klarer Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. Fünf Siege standen für ihn zu Buche, bei 38 Punkten gab er lediglich einen Punkt ab und wurde souveräner Bayerischer Meister und kann nun mit einer Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften planen. Am Rande des Turniers wurde bekannt, dass Marnette in diesem Jahr Mannschaftskämpfe für den österreichischen Seriensieger A.C. Wals bestreiten wird.
Silber konnten drei Ringer holen: Tom Berger (29 kg, C-Jugend) kämpfte wie schon eine Woche zuvor ein gutes Turnier, kam aber an dem Westendorfer Niklas Stechele nicht vorbei. Mit Matthias Eckart (50 kg, A-Jugend) stand ein weiterer junger Ringer vom SC Anger auf dem Treppchen. Eckart holte vier Siege bei einer knappen Niederlage. Stark gekämpft, aber am Ende etwas unglücklich an Gold gescheitert ist die Bilanz von Maxi Lukas vom SV Wacker Burghausen. Fünf Siege standen zu Buche, nur gegen den späteren Sieger Michael Lutz vom SC Nürnberg 04 musste er eine Drei-Runden-Niederlage einstecken. Sein persönlicher Betreuer in Penzberg, Burghausens Bundesliga-Siegringer und Trainingspartner Matthias Maasch konnte trotzdem mit der Leistung des jungen Talents zufrieden sein. Vier Bronzemedallien gingen noch an weitere junge Ringer aus der Region. David Krammer vom SC Anger wurde Dritter in der Gewichtsklasse bis 63 kg (C-Jugend). Der TV Traunstein, der an dem Wochenende einen "guten Lauf" hatte, konnte mit Ben Wittenzellner (31 kg, C-Jugend), Luca Zeiser (34 kg, C-Jugend) und Ilja Vorobev (58 kg, A-Jugend) drei weitere Medaillengewinner stellen.
Dass eine solche Meisterschaft oft auch eine Frage des "Losglücks" in den Wettkampfpools ist, mussten auch an diesem Wochenende wieder einige regionale Ringer erfahren. Auch Matthias Edfelder (84 kg, Junioren) konnte sich bei den Titelkämpfen nicht ganz vorne platzieren, obwohl er in einem ganz engen Kampf den späteren Bayerischen Meister David Adler knapp in drei Runden (1:0, 0:1, 1:0) besiegte, dann abeer gegen den späteren Zweitplatzierten Marc Pöhlmann (SV Johannis Nürnberg) unterlag der wiederum Adler besiegte. So bleib am Ende nur ein Fünfter Platz für den Angerer Ringer. Josef Abler (96 kg, SC Anger) musste sich im Bezirksduell gegen Marnette in zwei Runden geschlagen geben und wurde Fünfter.
Für die Ringer waren die Bayerischen Meisterschaften im Hinblick auf die Änderung der griechisch-römisch Regeln ein erster Praxistest. Versucht der Deutsche Ringer Bund doch durch Änderungen im Standkampf sowie verschärften Regelauslegungen im Bodenkampf die Attraktivität der Wettkämpfe für die Zuschauer zu steigern und mehr Aktionen in der traditionell etwas griffarmeren Stilart herbeizuführen.
Am kommenden Samstag geht es für die Ringer der B-Jugend (Jahrgang 1998 bis 1999) und die Männer im freien Stil in Geiselhöring bei den Bayerischen Freistilmeisterschaften zur Sache.










