Vorstand des SC Anger moniert neuen Modus der Sportlerehrung
Mitgliederversammlung des SC Anger mit Rückblick und Ehrungen
Anger (mh) - Die Jahreshauptversammlung des SC Anger am 08. April 2011 war geprägt von drei Schwerpunkten: dem Rückblick auf sportliche Erfolge aus den einzelnen Abteilungen, Ehrungen langjähriger Mitglieder und einer Stellungnahme zum erst vor wenigen Wochen neu festgelegtem Modus für die Sportlerehrung. Der Gemeinderat hatte dafür plädiert, künftig bei einer zu ehrenden Mannschaft nicht mehr jedes Mitglied einzeln zu ehren. Stellvertretend für das Team soll der Mannschaftsführer (Kapitän) mit einer Medaille und Urkunde ausgezeichnet werden. „Gerade im Kinder- und Jugendbereich biete die Ehrung eine nicht zu unterschätzende Motivation, die durch den neuen Modus verloren gehe“, monierte die SCA-Vorstandsriege.
Vorstand Max Stadler informierte die Versammlung zu Beginn über vereinstechnische Neuerungen. So wurde der Internetauftritt überarbeitet, ein neues Logo gestaltet und die Satzung überarbeitet.
Stadlers Vize, Franz Doff gewährte anschließend einen Überblick über die Aktivitäten und Ergebnisse aus den einzelnen Abteilungen. Zunächst stand der „Weiße Sport“ im Mittelpunkt, drei Mannschaften wurden an den Bayerischen Tennisbund gemeldet. Eine der Herrenmannschaften hatte den Sieg in der Kreisklasse zwei geschafft und spielt in der Saison 2011 in der Kreisklasse eins. Nicht in einer anderen Klasse, sondern in einer anderen Liga kämpft bekanntlich die Abteilung Ringen. Wichtig für den konsequenten Neuaufbau nach der Rückstufung (wir berichteten mehrfach) in die Bayernliga war aber auch die Entscheidung, eine weitere Mannschaft in der Bezirksliga an den Start zu stellen. Hier erhielt vor allem der Nachwuchs die Möglichkeit, seine Leistungen im sportlichen Vergleich zu überprüfen. Das neue Konzept hat sich mittlerweile als gut bewährt. Ein starkes Publikum unterstützt in der heimischen Halle die Sportler. Die Mannschaft hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem guten Team formiert und hat die Wege für die kommende Saison geebnet hat. Verbunden mit der Neuausrichtung auf regionale Sportler wurde auch eine verstärkte Nachwuchsförderung angekurbelt, die erste Früchte trägt. Doff führte einige Einzelerfolge bei den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften an und erinnerte an den Kadetten-Europameistertitel von Kathi Baumgartner und den Saisonhöhepunkt, den fünften Platz bei den Juniorenmeisterschaften in Budapest. Viel Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit war auch in der Abteilung Ski/Snowboard gelegt worden. Erstmals gab es in der vergangenen Wintersaison eine ganz junge Truppe mit den Jahrgängen 2004 und 2005. Insgesamt war mit 51 Skikindern in sechs Trainingsgruppen gearbeitet worden. Clubmeister wurde heuer zum fünften Mal in Folge Wolfgang Päuser, Clubmeisterin Agnes Pristl, Jugendmeister Maxi Pöschl. Einzelerfolge gibt es in der Abteilung Turnen nicht zu verzeichnen, jedoch findet das Angebot mit seinen vielen Facetten enormen Zulauf. So gibt es Bewegungsmöglichkeiten vom Baby bis zum rüstigen Senior. Mutter-Kind-Turnen, Steppen, Gymnastik für Herren, Body-Styling, Pilates und Schongymnastik oder Hip-Hop für Mädchen sind nur einige der Möglichkeiten, um sich in dieser Abteilung fit zu halten. Erstmals waren Kure in Qi Gong, Tai-Chi, Kick-Boxen, Folklore-Tanzen und Choreografie-Tanzen auf Pop-Musik angeboten worden, die auf sehr gute Resonanz gestoßen waren. Reich gespickt mit Positiv-Meldungen war auch der Bericht aus der Abteilung Leichtathletik. Wenn auch aufgrund der Babypause von Steffi Koch-Klinger und Maria Koch-Ortner heuer Ergebnisse aus ihren Sparten fehlten, so gab es doch einiges zu vermelden. Andi Ortner konnte beim Einzelzeitfahren einen Europa- und einen Weltmeistertitel erkämpfen und gewann zum dritten Mal in Folge den Glocknerkönig. Mit einer Starterzahl von 283 Sportlern war beim letztjährigen Stoißer-Alm-Lauf ein Teilnehmerrekord zu verzeichnen. Viel Zulauf erfährt der Nachwuchs in der Abteilung Fußball mit derzeit 150 Kickern im Alter zwischen vier und 18 Jahren sowie 25 Mädchen in der Damenmannschaft. Sie alle werden von 20 Trainerinnen und Trainern betreut. Beim SCA ist ein Ausbildungskonzept erstellt worden um den Spielern ein qualifiziertes Training zur persönlichen Zufriedenheit bieten zu können.
Formeller Bestandteil der Versammlung war der Bericht des Schatzmeisters Andreas Brügmann. Kassenprüfer Hubert Strobl lobte die sorgfältige Buchhaltung, regte allerdings aufgrund des enormen Umsatzvolumens die Einführung einer Finanzordnung an. Dieser Vorschlag wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.
Nachdem sich Bürgermeister Silvester Enzinger sehr lobend über die Erfolge der Angerer Sportler geäußert hatte, ging er auf die bevorstehende Sportlerehrung ein. Aus den Reihen der Vorstandmitglieder blies ihm hierzu starker Gegenwind entgegen, denn die neue Regelung, dass bei zu ehrenden Mannschaften nur noch der Mannschaftsführer eine Medaille und eine Urkunde erhält kam beim Verein nicht gut an. Mehrere Stimmen regten sich dazu und es wurde an den Bürgermeister herangetragen, eine Kompromisslösung zu wählen. Bei einer Mannschaftsehrung soll nicht jedes einzelne Mitglied einzeln erwähnt, aber das gesamte Team auf die Bühne bestellt werden. Dort soll der Mannschafts- oder Teamführer die Medaille in Empfang nehmen. Der Bürgermeister versprach, das Anliegen nochmals im Gemeinderat vorzubringen.


