Sekunden-Krimi auf der Alm

52 Teams ließen bei 28. Lois Doff-Gedächtnisstaffel die Rekorde purzeln – Wetterglück für den SC Anger – Heimisches Duo Klinger/Ortner gewinnt

Vielen Dank für das Bild und den Bericht an Hans-Joachim Bittner

 

Doff   Wolfgang Klinger   bit

 

Anger. Lokalmatadorin und Fünffach-Mama Katharina Pickl „verschlief“ den Start etwas und lief mit einigen Sekunden Verspätung los – trotzdem überholte sie noch zehn Damen und einen Herrn. Die restlichen 51 Läufer und Läuferinnen passierten pünktlich beim Los geht‘s-Signal von Steffi Koch-Klinger, Hauptorganisatorin der Lois Doff-Gedächtnisstaffel, die Startlinie. 52 Zweier-Teams (= 104 Teilnehmer insgesamt) waren es also heuer, 14 Mannschaften weniger als 2017, was womöglich der etwas unsicheren Wettervorhersage geschuldet war. Letztlich strahlte jedoch die Abendsonne durch die dicken Wolken über dem Stoißberg und zauberte goldenes Wohlfühllicht auf den Angerer Dorfplatz, Ort des Geschehens mit Startpunkt und Staffelstabübergabe-Bereich der Läufer auf die Mountainbiker. Bei der 28. Auflage mit Top-Bedingungen purzelten schließlich die bisherigen Rekorde.

 

Der Wettkampf avancierte einmal mehr zum gelungenen Event. Der voll besetzte Saal im Gasthaus Goberg im Anschluss bestätigte die Organisatoren und Helfer des ausrichtenden SC Anger, mit der Lois Doff-Staffel nach wie vor einen Spätsommer-Wettkampf anzubieten, der definitiv ankommt. „Wir haben hier eine große Sportfamilie“, freute sich Steffi Koch-Klinger über den enormen Zuspruch. Die Saisonabschlussfeier nach dem Kinderwaldlauf, dem Stoißer Alm-Berglauf und eben der Lois-Doff-Staffel – das alles bedeutet für die doch eher kleine Leichtathletik-Abteilung des SCA enorme Engagement-Bereitschaft von Clubführung und Mitgliedern – dauerte schließlich bis in die frühen Morgenstunden an.

Das Feld war einmal mehr bunt gemischt: Neben fast allen Top-Athleten aus der Region fanden sich auch zahlreiche junge Breitensportler und viele Damen – sechs Teams – aller Leistungsklassen am Angerer Dorfplatz ein. Drei Junioren-Teams kamen zustande: Die sagenhafte Bergauf- und Bergab-Zeit über die fünf Kilometer rund um den Höglwörther See des erst 13-jährigen Korbinian Fagerer, im Angerer Verbund mit seinem Cousin Lukas Krammer unterwegs, verblüffte alle: 17:57 Minuten. Zwei neue Rekorde gab es bei den Mixed-Teams: Ramona Niederreuther lief in 17:58 Minuten die schnellste je absolvierte Damenzeit in Anger und gewann mit ihrem Sportpartner Andreas Huber als Chiemgau Kings & Queen die gemischte Spezialwertung. Der Ruhpoldinger – jüngst erneut Grazi-Man-Einzelsieger in Bad Reichenhall – wollte nicht hinten anstehen und erzielte in 17.27 Minuten eine neue Mountainbike-Bestmarke zur 861 Meter hoch gelegenen Fürmannalm. Damit unterbot Huber die Rekordzeit von Lokalmatador Andi Ortner aus dem letzten Jahr auf der 6,2 Kilometer-Distanz mit 360 Höhenmetern noch einmal um drei Sekunden.

Bei den Herren allgemein, den stärksten Athleten im Feld, überzeugte erwartungsgemäß Spitzensportler Filmon Abraham. Dass er einen neuen Lauf-Streckenrekord erzielen würde, war allerdings nicht erwartet worden: 14.43 Minuten – ein irrer Wert, pulverisierte der Leichtathlet doch die Rekordmarke von Wolfgang Klinger aus dem Vorjahr um sagenhafte 46 Sekunden. Der Mann vom SC Anger war heuer drittbester Läufer und verbesserte die persönliche Bestmarke auf seiner Haus- und Hofstrecke um vier Sekunden auf 15:25.

Andi Ortner schildert

live die Entscheidung

Zum echten Krimi avancierte die Entscheidung um Team-Platz 1, also den Hauptgewinn: Andi Ortner erhielt den imaginären Staffelstab seines Läufers Wolfgang Klinger als Dritter. Den fast eine Dreiviertel-Minute vor ihm gestarteten Thomas Brengartner (im Team mit Abraham) holte er zeitig ein. Vor ihm lag somit nur noch Josef Huber, dessen Läufer Stefan Knopf aus der Skibergsteiger-Nationalmannschaft als Laufzweiter überzeugte. Huber war zehn Sekunden vor Ortner gestartet und hielt die Spitzenposition – er hatte Brengartner bereits ebenfalls schon hinter sich gelassen – fast bis ins Ziel. Fast, denn Ortner überholte ihn im Zielsprint und holte mit dem kleinstmöglichen Vorsprung von einer Sekunde Platz 1 der Lois Doff-Staffel. 2017 hatte Wolfi Klinger mit Hans Hogger gewonnen, diesmal also mit Andi Ortner. Die Gesamtzeit verbesserten die beiden nochmal um 14 Sekunden auf 33:43 Minuten.

Eine sensationelle Leistung auf dem Rad (18:49) brachte Lukas Graßl, der sein Team „Erst de Miah, dann as Bia“ mit Läufer Karl-Heinz Spitzauer von Rang 22 auf Platz 5 der Herren-Wertung hievte. Die „Langlaufmädels“ Franzi Öttl und Lisa Zinecker, Erste der Juniorinnen-Wertung, erzielten fast die gleiche Zeit wie 2017 – 47:44 heuer, 47:38 letztes Jahr. So machten es auch Hans Mühlbauer aus Ainring und Roman Angerer aus Karlstein – 34:13 heuer, 34:32 letztes Jahr, wieder Platz 1 bei den Senioren I. Als Geschwisterpaar traten Barbara Tassani-Prell als Läuferin und Peter Reis als Radler an: Mixed-Rang 5.

Die Siegerehrung mit außergewöhnlichen Sachpreisen – unter anderem Wellness-Tages- und Frühstücksbuffet-Gutscheine – gestalteten Steffi Koch-Klinger und Maria Koch-Ortner. Der neue Leichtathletik-Abteilungsleiter Fritz Schaller fand einige Eröffnungsworte, genauso wie 2. Bürgermeister Markus Winkler als Vertreter der Gemeinde. Andi Ortner berichtete den Gästen von seiner extrem spannenden und quälenden Aufholjagd sowie den abschließenden Zielsprint mit Seppi Huber.

Großen Spaß bereitete die Mittelplatzierungswertung: Da es mit 52 Teams eine gerade Zahl gab, konnte sich kein Duo exakt in der Mitte platzieren. Die „Standgasbriada“ Markus Laubach und Max Glaser (26.) aus Teisendorf und „Radlpower Petting“ mit Sabine Mayer und Christian Leitenbacher (27.) sind seit Jahren dabei und mussten den Preis bei einer Rätselfrage unter sich ausmachen. Die richtige Antwort, die wievielte Lois Doff-Staffel es heuer war, kam von Max Glaser wie aus der Pistole geschossen, als Steffi Koch-Klinger die Frage noch gar nicht fertig gestellt hatte.

Dank ging an alle Sponsoren und die rund 25 Helfer, die Goberg-Chefs für die Pasta-Party, die Freiwillige Feuerwehr Anger für die Streckensicherung und die Abstellung von Streckenposten sowie

die medizinische Betreuung durch Dr. Rüttger Clasen. Voraus- und Schlussfahrer war heuer erstmals Ronny Nill, um die Zeitnahme kümmerten sich in bewährter Art und Weise Sebastian Kimmeringer und Franz Baum. DJ Sepp Doff heizte der Gesellschaft zum sportlichen Jahres-Wettkampf-Abschluss kräftig ein, nach Hause gehen wollte bei dieser guten Stimmung lange Zeit niemand.

Termine Leichtathletik

19 Dez 2018
18:30 - 20:00
Workout für Damen und Herren
04 Jan 2019
17:00 - 18:00
Kinderlauftraining

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