Verletzungs- und krankheitsbedingt hatte das Angerer Team einige Ausfälle zu verzeichnen, sodass beide Mannschaften ihre Aufstellungen stark anpassen mussten. Bis 57 kg griechisch-römisch rückte in Unterföhring Martin Bauer in die erste Mannschaft auf, hatte dort aber keinen Gegner und erhielt so kampflos vier Punkte vom souveränen Kampfrichter Holger Atzesberger. Nichts entgegensetzen hatte bis 130 kg Freistil Franz Leitner gegen Armin Majoros, sodass sich der Ungar in Angerer Diensten schon vor der Pause die technische Überlegenheit sichern konnte und ebenfalls vier Punkte holte. Die ersten Punkte für die Heimmannschaft musste Richard Magnucz bis 61 kg Freistil zulassen, der von Abdul Ibrahimi in der zweiten Hälfte geschultert wurde. Zwar lag der Angerer zur Pause noch mit 0:3 in Führung, doch da er noch für ein Turnier am Sonntag in Ungarn abtrainierte, war Ibrahimi in der zweiten Hälfte konditionell stärker und nutzte dies zu seinem Vorteil aus. Bis 98 kg griechisch-römisch war bereits vor dem Kampf klar, dass vier Punkte an Anger gehen würden, da Unterföhrings Klaus Kistner zu schwer war. Auf der Matte konnte sich der um viele Kilogramm leichtere Simon Öllinger dennoch mit 1:4 durchsetzen. Im letzten Kampf ließ Felix Baumgartner seinem Kontrahenten Vincent Kurth bis 66 kg griechisch-römisch keine Chance und war zur Pause bereits mit 0:5 in Führung. In der zweiten Hälfte legte der Angerer sogar noch einen Gang zu und holte sich mit einem Ausheber-Wurf beim Schlussgong die technische Überlegenheit.

SC Anger Ringen KochL AS StWolfgang 181124Eine starke Leistung zeigte auch Benedikt Argstatter, der bis 86 kg Freistil Christian Axenbeck gegenüberstand. Nach einer knappen 0:1 Pausenführung erwischte der Angerer seinen Gegner in der zweiten Hälfte mit einer Beinschraube und drehte diesen bis zur technischen Überlegenheit über die Matte. Spannend war dann im Anschluss der Kampf bis 71 kg Freistil, wo es Matthias Eckart mit Simon Ketterer zu tun bekam. Sicher ringend holte sich Eckart bis zur Pause einen 2:4 Vorsprung und ließ den Unterföhringer bis zum Schlussgong nur noch auf 3:4 herankommen, womit er am Ende einen Mannschaftspunkt holte. Aufgrund der Personalsorgen sprang bis 80 kg griechisch-römisch Attila Drechsler ein und gewann dort sicher mit 1:5 gegen Pavo Lucic, den er in seiner gewohnt kräfteraubenden Ringweise sechs Minuten lang bearbeitete. Bis 75 kg griechisch-römisch kehrte auch Josef Hinterreiter vorübergehend in die erste Mannschaft zurück und traf dort auf Amlet Mamatzanian. Leider verletzte sich der Angerer in der ersten Hälfte bei einem Wurf an der Rippe und musste so vorzeitig aufgeben. Eine klare Angelegenheit war dann wieder der Kampf bis 75 kg Freistil, wo sich Florin Teschner und Markus Fürmann gegenüberstanden. Gegen den talentierten Unterföhringer nutzte Fürmann seine Erfahrung und konterte die Angriffe seines Kontrahenten immer wieder geschickt für eigene Punktgewinne, sodass er nach fünf Minuten als technisch überlegener Sieger feststand und den 8:27 Endstand festlegte. Mit so weiterhin drei Punkten Vorsprung auf den SV Untergriesbach hat man nun nächste Woche am vorletzten Kampftag der Oberliga Süd die Chance, zuhause gegen den SV Mietraching den Titel zu holen. Damit würde man sich auch für die Kämpfe um die bayerische Mannschaftsmeisterschaft sowie um den Aufstieg in die Bundesliga qualifizieren, wo der AC Lichtenfels warten würde.

Ohne Aufstiegskämpfe könnte dagegen die zweite Mannschaft in die Bayernliga Süd aufrücken, sofern sie Meister der Landesliga Süd werden sollte. Die nächste Chance dafür gibt es am kommenden Samstag zuhause gegen den Verfolger aus Aichach, nachdem man beim TSV St. Wolfgang die erste Gelegenheit nicht nutzen konnte. Beim 28:27 für die Gastgeber holten beide Mannschaften jeweils sieben Siege, wobei St. Wolfgang aber stets mit vier Punkten gewann, während dies den Angerer Ringern einmal nicht gelang. Bis 57 kg wurde Georg Scheffler zweimal kampfloser Sieger, da Anger diese Klasse nicht besetzen konnte. Lukas Koch hatte es bis 130 kg zweimal mit Günter Schmid zu tun, den er in griechisch-römisch kurz vor der Pause technisch überlegen besiegte. Im freien Stil war der Angerer bereits mit 0:12 in Führung, als er seinen Kontrahenten bei einer Beinschraube schultern konnte. Amir-Hussein Husseini traf bis 61 kg im freien Stil auf Lorenz Hagelauer und in griechisch-römisch auf Franz Fröhlich. Hagelauer kontrollierte den Heimringer sicher und konnte sich mit mehreren Doppelbeinangriffen bis zum Schlussgong einen 0:9 Vorsprung erarbeiten, wodurch er drei Mannschaftspunkte holte. Im klassischen Stil erwischte Fröhlich seinen Kontrahenten gegen Ende der ersten Hälfte mit einem Kopfzug und schulterte diesen im Anschluss, nachdem er nach einem weiteren Kopfzug und zwei Durchdrehern bereits mit 1:9 in Front gelegen hatte. Im Halbschwergewicht hatten es Herbert Tschakert und Roman Koch mit Andreas Drobny zu tun, gegen den sie zwar beide zu Anfang ihres Kampfes punkten konnten, später jedoch jeweils geschultert wurden. Robert Molnar war bis 66 kg zweimal deutlich überlegen und schulterte seinen Gegenüber Simon Vogl jeweils noch in der ersten Kampfhälfte, als er bereits mit mehreren Punkten in Führung lag. Bis 86 kg griechisch-römisch musste Roman Koch gegen Bastian Prey eine Schulterniederlage hinnehmen. Das gleiche Schicksal ereilte bis 86 kg Freistil auch Herbert Tschakert, der sich Alexander Urban geschlagen geben musste. Markus Wimmer ging bis 75 kg zweimal auf die Matte und konnte im freien Stil Kevin Kästle schon nach kurzer Zeit mit einem „Angerer“ schultern. Im letzten Kampf des Abends wurde er dagegen in griechisch-römisch gegen Mitte der ersten Hälfte von Bastian Prey geschultert.

SC Anger Ringen Molnar AS StWolfgang 181124Eine weitaus weitere Reise als ihre männlichen Kollegen mussten dagegen die Angerer Ringerinnen Tina Zellner, Katharina Baumgartner und Theresa Edfelder auf sich nehmen, die als Teil der bayerischen Mannschaft zusammen mit Betreuer Raymund Edfelder in nordrhein-westfälische Dormagen fuhren. Bayern hatte es im Pool mit Südbaden und Hessen zu tun und konnte in der ersten Runde noch zuschauen, als sich im Duell der beiden Poolgegner Südbaden mit 20:10 durchsetzen konnte. Diese waren im Anschluss der Gegner Bayerns in der zweiten Runde, wobei ein 18:16 Sieg gelang. Dabei war Katharina Baumgartner bis 50 kg Freistil schon nach 23 Sekunden Schultersiegerin, während Theresa Edfelder bis 76 kg Freistil bereits technisch überlegen mit 18:0 in Führung lag, als sie ihre Kontrahentin kurz vor Ende des Kampfes ebenfalls schulterte. Im letzten Poolkampf gegen Hessen waren Baumgartner und Edfelder erneut erfolgreich, als sie ihre Gegnerinnen jeweils schon nach kurzer Zeit schultern konnte. Dagegen musste Tina Zellner, die im ersten Kampf noch nicht auf der Matte stand, bis 53 kg Freistil eine 11:0 Niederlage hinnehmen. Leider ging auch der Mannschaftskampf insgesamt mit 19:11 verloren, sodass sich alle drei Mannschaften im Pool gegenseitig geschlagen hatten. Da Bayern dabei die schlechteste Punktedifferenz hatte, qualifizierte man sich nur für den Kampf um den fünften Platz, in dem Berlin mit 19:16 besiegt wurde. In diesem war Theresa Edfelder kampflose Siegerin und Katharina Baumgartner schulterte ihre Kontrahentin beim Stand vom 16:0.

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