Wie schon die ganze Saison über konnten die Mietrachinger Gäste die Klasse bis 57 kg griechisch-römisch nicht besetzen, sodass Martin Bauer hier vier kampflose Punkte erhielt. Im ersten richtigen Kampf des Abends traf Armin Majoros bis 130 kg Freistil auf Markus Lederer, den er mit mehreren Durchdrehern und einen im Freistil eher untypischen Ausheber-Wurf schnell technisch überlegen besiegte. Ebenfalls schon nach kurzer Zeit beendet war der Kampf bis 61 kg Freistil, wo Lorenz Hagelauer auf Rajmund Farkas traf. Gegen den technisch versierten Ungarn blieb der junge Angerer ohne Chance und wurde bereits nach knapp eineinhalb Minuten geschultert. Über die volle Zeit ging dagegen das Duell zwischen Simon Öllinger und Thomas Weber bis 98 kg griechisch-römisch, wo der Angerer nach einer 3:0 Führung von einem Kopfzug überrascht wurde und in die gefährliche Lage geriet. Aus dieser konnte er sich aber schnell befreien und stellte durch zwei schnell Durchdreher den alten Abstand wieder her. Beim Schlussgong stand es 8:5 für Öllinger, der damit zwei Mannschaftspunkte holte. Im letzten Kampf vor der Pause standen bis 66 kg griechisch-römisch Felix Baumgartner und Simon Scholler auf der Matte, die sich über lange Strecken ein ausgeglichenes Duell lieferten. Gegen Ende des Kampfes zeigte sich dann aber immer mehr die v.a. konditionelle Stärke des Angerers, der so drei Mal eine Oberlage und jeweils zwei Punkte erkämpfen konnte. Als fünf Sekunden vor dem Schlussgong alle in der Halle dachten, dass nicht mehr passieren wird, gelang Baumgartner aus der letzten Oberlage ein verkehrter Ausheber mit anschließendem Bilderbuch-Wurf, der mit fünf Punkten und einem Schultersieg vom souveränen Schiedsrichter Johannes Steinberger belohnt wurde.

Im ersten Kampf nach der 20-minütigen Unterbrechung standen sich bis 86 kg Freistil Markus Fürmann und Markus Schmidt gegenüber. In einem ungleichen Duell hatte der Angerer per Doppelbeinangriff und seinem Spezialgriff, der „Russen-Rolle“, schon nach knapp eineinhalb Minuten genug Punkte für die technische Überlegenheit gesammelt. Ein unglückliches Ende nahm der Kampf bis 71 kg Freistil zwischen Matthias Eckart und Markus Ertl, wo sich letzterer bei einer Durchdreher-Abwehr schwer an der Schulter verletzte und beim Zwischenstand von 7:0 aufgeben musste. Intensiv war im Anschluss das Duell bis 80 kg griechisch-römisch zwischen Attila Drechsler, der erneut aufgrund der Angerer Personalsorgen einsprang, und Patrick Feilmeier. Zwar setzte sich der Angerer am Ende mit 6:1 durch, doch dafür wurde ihm vom Mietrachinger in sechs Minuten alles abverlangt. Ebenfalls kräftezehrend war der Kampf zwischen Michael Klouceck und Mario Anzenberger, die sich bis 75 kg griechisch-römisch gegenüberstanden. Nach sechs Minuten konnte sich der junge Angerer in einem eher aktionsarmen Duell knapp mit 2:1 durchsetzen. Noch einmal Punkte für die Gäste gab es im abschließenden Kampf bis 75 kg Freistil, wo Michael Fürmann gegen den zweiten Ungarn der Gäste, Norbert Lukacs, ohne Chance blieb und noch in der ersten Hälfte die technische Überlegenheit seines Gegenübers anerkennen musste. Damit stand es am Ende 25:8 für den SC Anger, der damit sein Meisterstück perfekt machte.

Bei der zweiten Mannschaft war der TSV Aichach zu Gast, der nur durch einen überlegenen Gesamtsieg die Meisterschaft noch aus Angerer Hand hätte entreißen können. Allerdings rechneten die Gäste offenbar selbst nicht mehr damit, dass ihnen das gelingen würde, und reiste nicht in Bestbesetzung an. Dadurch war es am Ende auch wenig überraschend, dass sich die zweite Mannschaft des SCA deutlich mit 40:14 durchsetzen konnte. Sein Debüt bei den Herren gab dabei Korbinian Schwabl, der es bis 57 kg griechisch-römisch gleich mit dem besten Aichacher an diesem Abend, Obaidullah Besmella, zu tun bekam. Obwohl sich der junge Angerer kurz vor Ablauf der Kampfzeit technisch überlegen geschlagen geben musste, konnte er die Zuschauer durch seine mutige Ringweise überzeugen, durch die er immerhin fünf Punkte holen konnte. Das Duell zwischen Lukas Koch und Matthäus Gschwendtner bis 130 kg griechisch-römisch verlief mit zunehmender Kampfdauer immer einseitiger zu Gunsten des Angerers, der sich durch mehrere Oberlagen und Durchdreher nach viereinhalb Minuten die technische Überlegenheit sichern konnte. Wie so oft diese Saison blieb Franz Fröhlich bis 61 kg Freistil ohne Gegner und erhielt so vier kampflose Punkte. Nach einer missglückten eigenen Aktion wurde Roman Koch bis 98 kg Freistil von Sebastian Ziegler geschultert, nachdem die beiden sich zuvor einen relativ ausgeglichenen Kampf geliefert hatten. Ohne Mühe konnte sich bis 66 kg griechisch-römisch Robert Molnar gegen Thomas Boussad durchsetzen, den er mit einer Serie an Durchdrehern technisch überlegen besiegte. Ebenso entschied auch Mathias Edfelder seinen Kampf bis 86 kg griechisch-römisch gegen Dawid Walecki, indem er mit mehreren Oberlagen und Würfen 15 Punkte sammelte. Das Duell zwischen Daniel Wimmer und August Oberhauser bis 75 kg Freistil ging als einziges an diesem Abend über die volle Kampfzeit, wobei sich der Aichacher mit 1:6 durchsetzen konnte.

Der zweite Kampfabschnitt begann wie der erste, sodass bis 57 kg Freistil erneut Korbinian Schwabl und Obaidullah Besmella aufeinandertrafen. In seiner ungeliebten Stilart konnte Schwabl die schnellen Beinangriffe des Aichachers nicht abwehren und musste sich vorzeitig technisch überlegen geschlagen geben. Bis 130 kg Freistil standen sich ebenfalls erneut Lukas Koch und Matthäus Gschwendtner gegenüber, wobei dem Angerer in einer nahezu identischen Zeit wie im ersten Kampf die technische Überlegenheit gelang. Franz Fröhlich erhielt bis 61 kg griechisch-römisch wieder vier kampflose Punkte. Bis 98 kg griechisch-römisch traf Mathias Edfelder auf Thomas Kügle, wobei der Angerer seine Erfahrung gegen den jungen Aichacher nutzen konnte und diesen nach einem „Kopf-Press-Griff“ schulterte, als er bereits mit 12:0 in Führung lag. Benedikt Schmid warf im Anschluss Thomas Boussad bis 66 kg Freistil in bester Judo-Manier schon nach 30 Sekunden mit einem Schwunggriff auf die Matte und schulterte diesen kurze Zeit darauf. Bis 86 kg Freistil zog Roman Koch einen Armzug Marke Bilderbuch gegen Maximilian Iftenie und beendete so den Kampf nach zweieinhalb Minuten per Schultersieg. Ebenso gewann auch Sebastian Bethke das letzte Duell bis 75 kg griechisch-römisch gegen August Oberhauser, den er mit seinem Spezialgriff auf die Matte warf und abschließend zum 40:14 Endstand schulterte. Durch den Sieg über den Verfolger ist der Meistertitel der zweiten Mannschaft der Angerer nicht mehr zu nehmen, die damit in der kommenden Saison in der Bayernliga Süd auf die Matte gehen werden.

Zwei sehr einseitige Kämpfe erlebten die Zuschauer bei den Kämpfen der Angerer Schüler gegen die Mannschaften aus Vigaun/Abtenau und Bad Reichenhall. Gegen die Österreicher konnte sich nur Turpal Etiev (46 kg Freistil) über vier kampflose Punkte von Schiedsrichter Mathias Edfelder freuen, während alle weiteren Duelle an den designierten Meister der Grenzlandliga gingen. Dabei verloren Zelimkhan Pitsaev (40 kg Freistil) und Artur Raisch (50 kg griechisch-römisch) jeweils nach Punkten 0:2, während sich Michael Haas (30 kg griechisch-römisch), Georg Enzinger (33 kg Freistil), Stefan Steiner (36 kg griechisch-römisch), Celina Rothe (43 kg griechisch-römisch), Philipp Reumann (55 kg Freistil), Benedikt Rothe (63 kg Freistil) und Benedikt Hinterseer (80 kg Freistil) per Schulterniederlage geschlagen geben musste. Besser verlief dagegen das Duell gegen den AC Bad Reichenhall, der mit 29:5 besiegt werden konnte. Lediglich Benedikt Rothe (63 kg Freistil, 0:1 PN) und Albert Raisch (33 kg Freistil, 0:4 TÜN) mussten sich geschlagen geben, während alle weiteren acht Kämpfe zu Gunsten der Angerer verliefen. Sofia Koch (30 kg griechisch-römisch), Andreas Hocheder (36 kg griechisch-römisch) sowie Turpal Etiev (46 kg Freistil) setzten sich jeweils per Schultersieg durch und Zelimkhan Pitsaev (40 kg Freistil) sowie Celina Rothe (43 kg griechisch-römisch) hatten jeweils keinen Gegner. Paul Hogger (50 kg griechisch-römisch) erhielt vier Punkte, da sein Kontrahent zu schwer war, Philipp Reumann (55 kg Freistil) gewann in einem engen Duell knapp mit 1:0 und Benedikt Hinterseer (80 kg Freistil) setzte sich technisch überlegen durch.

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