Angerer Nachwuchsringer bei Alpenlandturnier 2026 in Penzberg

Die Angerer Ringerinnen und Ringer sowie Betreuer nach der Siegerehrung ((C) Carolina Domenici).
Die Angerer Ringerinnen und Ringer sowie Betreuer nach der Siegerehrung ((C) Carolina Domenici).

Einen Tag nach ihrem erfolgreichen 36:4 Heimauftritt gegen Berchtesgaden ging es für eine große Gruppe Angerer Nachwuchsringer und Trainer nach Penzberg zum alljährlichen Alpenlandturnier, das auch heuer wieder 361 Mädchen und Jungen aus 34 Vereinen anlockte, wobei die Teilnehmer aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz anreisten. Der SCA schickte 14 Nachwuchsathletinnen und -athleten auf die Matte, die insgesamt hervorragenden Leistungen zeigten und die als Mannschaft fünf Bronze-, eine Silber- und eine Goldmedaille holten.

In der C-Jugend (Jahrgänge 2014 und 2015) rang Elias Helminger bis 29 kg im nordischen Stil (jeder-gegen-jeden) gegen seine drei Kontrahenten und unterlag im Auftaktkampf vorzeitig. Auch im zweiten Duell lag der junge Angerer bereits in Rückstand, ehe er seinen Konkurrenten erwischte und schulterte. Damit ging es im dritten und letzten Kampf um den Gewinn von Silber, wobei sich Helminger allerdings nicht durchsetzen konnte und somit Dritter wurde. Mit Stefan Koch und Jona Auer waren bis 34 kg gleich zwei Angerer vertreten, die es mit elf weiteren Nachwuchsringern zu tun bekamen. Letzterer begann optimal mit einem technisch überlegenen Sieg zu Beginn der zweiten Halbzeit, verlor dann aber sein zweites Duell per Schulterniederlage. Sein Kontrahent in der dritten Runde wies nach zwei Kämpfen eine analoge Bilanz auf, sodass dem Verlierer ein vorzeitiges Aus drohte. Es entwickelte sich ein intensives und hochspannendes Duell, an dessen Ende Auer trotz großem Engagement mit 15:16 hauchdünn das Nachsehen hatte und insgesamt Achter wurde. Eine bärenstarke Leistung zeigte im parallelen Pool Koch, der mit zwei schnellen Schultersiegen ins Turnier startete und auch das dritte Duell für sich entschied, als er bei einem knappen 4:2 Punktsieg Nervenstärke bewies. Es wartete somit in der vierten Runde das Poolfinale, in dem der junge Angerer nicht lange fackelte und per Schultersieg nach 19 Sekunden ins Finale einzog. Hier entwickelte sich mit seinem Schweizer Konkurrenten ein intensives Duell, welcher nach dreieinhalb Minuten Kampfzeit noch knapp führte, ehe Koch eine sich ihm bietende Chance ausnutzte und kurz vor Schlusspfiff den umjubelten Schultersieg feierte, der auch den Gewinn der Goldmedaille bedeutete. Ohne Fortune blieb dieses Mal noch bis 38 kg Luis Hufnagl, der sich zweimal geschlagen geben musste und vorzeitig als Zwölfter ausschied.

Wie schon zuvor bis 34 kg waren auch bis 46 kg zwei Angerer Ringer vertreten, wobei Alexander Kirchner im ersten Pool mit zwei Schultersiegen optimal in den Tag startete. In der Folge war der junge Angerer dann allerdings zweimal unterlegen und stand somit zum Abschluss im Finale um den fünften Platz, wo bereits sein Vereinskollege Dominik Sebastian Helminger wartete. Dieser hatte seinen Auftaktkampf verloren, ehe er in der zweiten und dritten Runde einen Schulter- und einen technisch überlegenen Sieg feierte. Der vierte Kampf im Pool endete wiederum mit einer Niederlage für Helminger, die entsprechend das vereinsinterne Duell mit Kirchner bedeutete. Letzterer setzte sich hier am Ende per Schultersieg durch und wurde Fünfter, während Helminger als Sechster allerdings ebenfalls noch in den Platzierungsrängen landete. Zwei Kontrahentinnen hatte bei den weiblichen Schülern bis 55 kg Franziska Wimmer, die sich zweimal geschlagen geben musste und somit Dritte wurde. Auch ihre Vereinskollegin Sofia Koch traf in der weiblichen Jugend bis 69 kg auf zwei Gegnerinnen, wobei die junge Angererin in der ersten Runde einen überlegenen Schultersieg feierte. Der Kampf um Gold in der zweiten Runde endete dann aber nicht zu Gunsten Kochs, die somit die Silbermedaille gewann.

Zum dritten Mal zwei Angerer waren in Form von Philipp Stein und Elyes Gharbi in der B-Jugend (Jahrgänge 2012 und 2013) bis 48 kg angetreten, wobei ersterer zum Auftakt einen Sieg durch technische Überlegenheit feierte. In Folge musste sich der junge Angerer dann allerdings zweimal geschlagen geben und schied als Elfter aus 20 Teilnehmern aus. Ein vorzeitiges Aus erlitt parallel auch Gharbi, der keinen seiner beiden Kämpfe gewinnen konnte und als 15. das Turnier beendete. Bis 52 kg traf Jakob Hinterstoißer direkt im Auftaktkampf auf den späteren Turniersieger und begann seinen Tag damit mit einer Niederlage. Als sich der junge Angerer auch im zweiten Duell nicht durchsetzen konnte, musste er als Elfter vorzeitig die Segel streichen. Zweimal technisch überlegen war das Resultat der ersten beiden Kämpfe für Christoph Koch bis 57 kg, ehe in der dritten Runde ein wegweisendes Duell über die volle Kampfzeit folgen sollte. Der junge Angerer lieferte sich mit seinem Schweizer Kontrahenten eine Auseinandersetzung auf Messers Schneide und bewies sowohl unbändigen Kampfgeist als auch Nervenstärke, als er sich mit letzter Kraft mit 7:6 durchsetzte und somit ins Poolfinale vorrückte. Auch dieses ging über die vollen vier Minuten, wenngleich Koch sich dieses Mal dem späteren Turniersieger mit 0:4 nach Punkten geschlagen geben musste und somit zum Abschluss im kleinen Finale stand. Ohne lange Anlaufzeit belohnte sich der heimische Nachwuchsringer hier für seine tolle Gesamtleistung und gewann per Schultersieg die Bronzemedaille.

Eine ebenso langen Turniertag hatte auch bis 62 kg Vinzenz Haunerdinger, der wenige Stunde zuvor noch zwei Kämpfe in der zweiten Mannschaft des SCA bestritten hatte. Auf einen Schultersieg im Auftaktduell folgten zwei technische überlegene Siege in den Runden zwei und drei, wodurch auch er sich für das Poolfinale qualifizierte. Nach vier intensiven Minuten musste sich der junge Angerer mit 2:6 geschlagen, hatte aber wie zuvor sein Teamkollege Koch im kleinen Finale noch die Chance auf Bronze. Diese Belohnung ließ sich Haunerdinger nicht entgehen und besiegte seinen Unterföhringer Kontrahenten mit einer absoluten Willensleistung nach vier Minuten knapp mit 12:10. Die dritte Angerer Bronzemedaille in der B-Jugend erkämpfte sich bis 80 kg Albert Raisch, der noch mit einer hauchdünnen 3:4 Niederlage gegen den späteren Turniersieger ins Turnier gestartet war. Auch in Runde zwei geriet der junge Angerer zunächst ins Hintertreffen, ehe er sich in der zweiten Minute per Schultersieg durchsetzte und mit diesem Ergebnis auch das dritte Duell für sich entschied, was auch für ihn das kleine Finale bedeutete. In diesem ließ Raisch nie einen Zweifel an seinem Sieg aufkommen und setzte sich souverän per technischer Überlegenheit durch. Das Angerer Betreuerteam war insgesamt sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge, aus denen die hart erkämpften und knappen Punktsiege einzelner Athleten noch einmal extra herausstachen. Nach dem langen Turniertag – die Angerer Mannschaft konnte erst am späten Abend die Heimreise antreten – sowie als Belohnung für die Gesamtleistung schenkten die Angerer Trainer ihren Schützlingen einen trainingsfreien Montag, ehe ab Mittwoch wieder die Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe in der Grenzlandliga begann. (Lukas Koch)

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