Angerer Ringer auf offenen Schwäbischen Meisterschaften

Die erfolgreich Angerer Mannschaft nach der Siegerehrung ((C) Benedikt Resch).
Die erfolgreich Angerer Mannschaft nach der Siegerehrung ((C) Benedikt Resch).

Acht Ringer des SC Anger machten sich am vergangenen Samstag auf den Weg nach Westendorf, um dort an den offenen Schwäbischen Meisterschaften teilzunehmen, zu denen sich zahlreiche weitere Teilnehmer aus Oberbayern, Baden-Württemberg und Österreich eingefunden hatten. Dabei sprangen in beiden Stilarten jeweils eine Gold- und Bronzemedaille heraus, die zusammen mit den weiteren Platzierungen im Freistil für den dritten und in griechisch-römisch für den sechsten Platz in der Mannschaftswertung sorgten.

Im Freistil ging Michael Enzinger bis 57 kg an den Start und zog ungefährdet ins Finale ein, nachdem er seine beiden Kontrahenten im Pool jeweils durch technische Überlegenheit bezwang. Auch im Kampf um Gold war der junge Angerer nicht zu stoppen und sicherte sich mit einem weiteren vorzeitigen Sieg nach zweieinhalb Minuten den ersten Platz. Bis 74 kg musste sich Dominik Viehberger im Auftaktkampf noch per Schulterniederlage geschlagen geben, gewann dann aber sein zweites Duell in weniger als zwei Minuten durch technische Überlegenheit. Im dritten Kampf musste der Angerer schließlich eine weitere Niederlage einstecken, durch die er zwar vorzeitig ausschied, dennoch aber bei seinem ersten Einzelturnier immerhin den elften Platz aus 16 Teilnehmern erreichte. Gleich zwei Angerer gingen in der Gewichtsklasse bis 86 kg an den Start, die mit insgesamt 20 Athleten die höchste Teilnehmeranzahl aufwies. Stefan Nitzinger begann sein Turnier mit einem ungefährdeten technisch überlegenen Sieg, ehe er im zweiten Kampf eine unglückliche 6:8 Punktniederlage kassierte. Diese blieb im weiteren Verlauf des Tages aber ohne Konsequenz, da sein Münchner Kontrahent nach zwei Niederlagen ausschied. Auch in der Folge lieferte sich der junge Angerer zwei knappe Duelle, die er dieses Mal aber für sich entscheiden konnte und mit 10:8 bzw. aufgrund der letzten Wertung mit 10:10 triumphierte. Nach einem Freilos in der fünften Runde fand sich Nitzinger daher im Poolfinale wieder, in dem er sich allerdings nach einer Schulterniederlage geschlagen geben musste und somit ins kleine Finale einzog. Parallel war sein Teamkollege Philipp Bart durch den zweiten Pool marschiert und stand nach drei technisch überlegenen, einem Schulter- und einem Punktsieg ebenfalls im Poolfinale. In diesem lieferte er sich mit seinem Weilheimer Kontrahenten einen engen Kampf, musste sich aber letztendlich mit 0:4 nach Punkten geschlagen geben und traf somit zum Abschluss im Kampf um die Bronzemedaille auf seinen Mannschaftskameraden. Hier ging Nitzinger früh nach einem Kopfklammer-Wurf in Führung und ließ Bart auch in der Folge im Standkampf nicht zur Entfaltung kommen. Dieser versuchte zwar noch alles, wurde bei seinen Angriffen allerdings ausgekontert, wodurch Nitzinger letztendlich verdient gewann und Dritter wurde, während Bart auf dem undankbaren vierten Platz landete.

In griechisch-römisch stand Paul Hogger bis 67 kg auf der Matte, wobei er nach einer hauchdünnen 9:10 Punktniederlage zum Auftakt auch seinen zweiten Kampf nicht siegreich gestalten konnte und somit ausschied. Auch sein Teamkollege Simon Resch musste bis 77 kg vorzeitig die Segel streichen, nachdem er im ersten Kampf eine unglückliche Schulterniederlage hinnehmen musste und anschließend nach Punkten verlor. Besser erging es parallel im anderen Pool seinem Mannschaftskameraden Franz Fröhlich, der mit einem technisch überlegenen, einem klaren Punktsieg und einem Freilos ungefährdet ins Finale einzog. In diesem führte der Angerer nach einer Minute bereits mit 5:0, als sein Kontrahent aufgeben musste, wodurch der Angerer die Goldmedaille gewann. Im nordischen Stil (jeder-gegen-jeden) ausgetragen wurde die Gewichtsklasse bis 130 kg, in der auf Andreas Holthaus somit fünf Kämpfe warteten. Einer Schulter- und einer hauchdünnen 6:6 Punktniederlage standen am Tagesende auch ein klarer Punkt-, ein technisch überlegener und ein Schultersieg gegenüber, wodurch der Angerer verdienter Bronzemedaillengewinner wurde. (Lukas Koch)

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