In knapp zwei Wochen beginnt am Samstag, 13. September, pünktlich zum Ende der Sommerferien die neue Mannschaftssaison im Ringen, in der die Ringer des SC Anger unverändert zum Vorjahr in der Nike Wrestling Ringerliga Bayern (1. Mannschaft), der Landesliga Süd (2. Mannschaft) und der Grenzlandliga (Schülermannschaft) auf der Matte stehen werden. Bereits seit Ende Mai bereiten sich die heimischen Ringer auf den dreimonatigen Ligenalltag vor und trainierten fleißig anfangs an Grundlagenausdauer und -kraft, später an Spritzigkeit und Schnellkraft sowie zuletzt am Feinschliff auf der Matte. Der Höhepunkt der vergangenen Monate war dabei Mitte August ein mehrtätiges Trainingslager in der Aufhamer Sporthalle, zu dem für die Schüler und Jugendlichen eine Mannschaft aus dem ungarischen Kecskemét und bei den Männern die befreundeten Athleten des TSV Westendorf angereist waren. Daneben nahmen einige Angerer Sportler zudem als Gastringer der Allgäuer bzw. des SV Untergriesbach zuletzt am Grenzlandturnier im schweizerischen Kriessern teil, wobei letzterem ein starker zweiter Platz gelang.
Mit dem SC Oberölsbach, dem Meister der Saison 2023, empfangen die Ringer des SC Anger zum Saisonauftakt am 13. September direkt einen der potentiell schwersten Gegner in der Aufhamer Sporthalle, nachdem sich die Oberpfälzer im Vergleich zum Vorjahr auf drei Positionen verbessert haben und 2025 wohl wieder um den Titel mitringen werden. Nicht minder spannend dürfte es eine Woche später werden, wenn am 20. September direkt der zweite Heimkampf auf dem Programm steht, zu dem der amtierende Vizemeister vom SV Siegfried Hallbergmoos anreist, der sich ebenfalls in einigen Gewichtsklassen verstärkt hat. Komplettiert werden die harten Auftaktwochen durch den ersten Auswärtskampf am 27. September, der die Angerer Ringer ins Allgäu zum Vorjahresmeister TSV Westendorf führt. Im weiteren Saisonverlauf sind am 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, der TSV Burgebrach, am 18. Oktober der TV Geiselhöring, am 15. November nach einer langen Heimkampfpause der TSV Westendorf, am 29. November der SC Isaria Unterföhring und am 13. Dezember zum Saisonabschluss samt Ringerfest der ASV Hof zu Gast in Anger. Letzterer ist als Aufsteiger neu mit dabei in der Ringerliga Bayern und dürfte im Vergleich zum 2024 verletzungsgebeutelten Absteiger SV Wacker Burghausen II das Gesamtniveau der Liga noch einmal anheben. Weiter tragen dazu ebenso die zahlreichen Neuzugänge der Angerer Kontrahenten bei, von denen die bereits erwähnten Oberölsbach und Hallbergmoos sowie Unterföhring besonders hervorstechen.
Auch auf Seiten des SC Anger gibt es Verstärkungen zu vermelden, nachdem für das Schwergewicht der junge Ungar Koppany Simon Laszlo als Nachfolger von Armin Majoros verpflichtet werden konnte. Dieser teilt sich als gelernter Klassiker die Klasse bis 130 kg mit dem Freistiler Milan Andras Korcsog, der nach zwei verletzungsgeplagten Jahren heuer hoffentlich endlich für den SCA auflaufen kann. Für die Gewichtsklassen bis 57 kg und 61 kg griechisch-römisch konnten sich die Angerer Verantwortlichen die Dienste des Georgiers Kuprava Vakthang sichern, während sein Landsmann Nikolozi Santeladze hier weiterhin im Freistil antritt. Zwar dürfen je Kampftag nur zwei der insgesamt zehn Gewichtsklassen durch ausländische Athleten besetzt werden, doch durch die Neuzugänge kann der SCA seine Aufstellung nun individueller auf die Kontrahenten ausrichten und ist somit taktisch flexibler. In den restlichen Gewichtsklassen setzt man auf die bewährten wie bekannten heimischen Ringer, wobei auch einige talentierte Nachwuchsringer aus der zweiten Mannschaft auf ihre Einsatzmöglichkeiten in der höchsten Liga Bayerns hoffen dürfen. Zu diesen gesellt sich auch der der dritte Angerer Neuzugang, Sebastian Gröbner, der zum Jahreswechsel vom TSV Trostberg kam und dessen größter Einzelerfolg der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der B-Jugend 2022 war.
Wie bereits im Vorjahr gestaltet sich eine Saisonprognose aufgrund der insgesamt ausgeglichenen Qualität der acht Mannschaften sowie der hohen Abhängigkeit von Tagesform und Verletzungspech als schwierig. Letzteres beeinträchtige zusammen mit weiteren Krankheitssorgen die Rückrunde 2024 überdurchschnittlich stark, wodurch der SCA nach fünf Siegen und dem zwischenzeitlich zweiten Tabellenplatz in der Hinrunde zum Saisonende nur noch eine ausgeglichene Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen aufweisen konnte und punktgleich mit dem vierten und fünften Platz Sechster wurde. Entsprechend dieser Erfahrungen hofft man beim SC Anger, dieses Jahr von größeren Ausfällen verschont zu bleiben und will zuallererst den Klassenerhalt absichern, ehe man sich später mit weiteren Siegen im Klassement noch verbessern kann.
Quasi identisch zur ersten Mannschaft verlief 2024 die Saison der Angerer Reserve, die mit fünf Siegen und zwei Niederlagen zum Hinrundenende ebenfalls noch im Meisterschaftsrennen der Landesliga Süd vertreten war, ehe Verletzungs- und Krankheitssorgen sowie Aufrücker in die erste Mannschaft dafür sorgten, dass man nach 14 Kämpfen mit ausgeglichenen sieben Siegen und sieben Niederlagen Vierter wurde. Dennoch stellte dies am Ende keine Enttäuschung dar, da die zweite Mannschaft als Aufsteiger ohnehin erst einmal in der Außenseiterrolle gewesen war und ihr ursprüngliches Ziel, den Klassenerhalt, mehr als übertraf. Im Vergleich zum Vorjahr werden in der zweiten Mannschaft heuer einige ältere Athleten etwas kürzertreten, was aber durch einen Schwung aus Nachwuchsringern, die zur neuen Saison in den Herrenbereich aufrücken und gleichzeitig noch bei den Schülern antreten dürfen, ausgeglichen wird. Ein Mittelfeldplatz in der Landesliga Süd sollte auch 2025 wieder für die Angerer Reserve realistisch sein, wobei aber bei einem entsprechenden Lauf wie in der Hinrunde 2024 auch ein Mitringen an der Tabellenspitze denkbar ist. Die Gegner bei den ersten beiden Heimkämpfen am 13. und 20. September sind der TSV St. Wolfgang und der TSV Kottern, ehe im späteren Saisonverlauf stets parallel zur ersten Mannschaft der TSV Aichach, der ESV München-Ost, der AC Penzberg, der SC Isaria Unterföhring II und schließlich der SV Mietraching zu Gast sind.
Die Schülermannschaft geht wie gehabt in der Grenzlandliga an den Start und will sich auch heuer wieder als beste bayerische Mannschaft gegen Burghausen, Traunstein, Bad Reichenhall und Berchtesgaden durchsetzen. Daneben gilt es, endlich die Dominanz der österreichischen Nachbarn Wals und Vigaun/Abtenau zu durchbrechen und sich im Vergleich zum dritten Platz 2024 weiter zu verbessern. Kurzfristig nicht mehr mit dabei ist leider der TSV Trostberg, der aber durch Nachrücker Olympic Salzburg ersetzt werden konnte, um eine vollständige Liga mit acht Mannschaften zu haben. Bereits im Vorfeld der Saison können Dauerkarten unter 08656/983720 oder raymundedfelder@web.de bei Regina Edfelder bestellt werden, die dann beim ersten Heimkampf abholbereit an der Kasse liegen. (Lukas Koch)