Angerer Ringer starten in neue Mannschaftssaison

In wenigen Wochen, genauer gesagt am 02. September und 09. September, starten die bayerischen Ringer in ihre neue Mannschaftssaison, nachdem das bisherige Jahr 2023 vor allem durch Einzelturniere geprägt war. Der SC Anger bestreitet als amtierender Meister der Oberliga, der höchsten Klasse Bayerns, seinen Auftakt am 02. September mit einem Auswärtskampf beim oberfränkischen ASV Hof, der sich 2022 den Titel in der Bayernliga Nord sicherte. Deren Pendant, die Bayernliga Süd, gewann im vergangenen Jahr der SC Isaria Unterföhring, der eine Woche später am 09. September ab 18:00 Uhr mit seiner ersten und zweiten Mannschaft zum ersten Heimkampf in der Aufhamer Sporthalle zu Gast ist. Für die Schülermannschaft des SCA beginnt die Saison in der Grenzlandliga am 15. September, wenn am Freitagabend die KG Vigaun/Abtenau empfangen wird.

Etwas mehr als drei Monate dauert dieses Jahr die Saison der Angerer Ringer, deren Vorbereitung auf jene sich ebenso lange zieht. Während im ersten Zyklus noch der Muskel- und Konditionsaufbau im Vordergrund stand, folgten anschließend vermehrt Techniktraining und schweißtreibende Zirkeleinheiten, ehe im Endspurt auf den Rundenstart der Fokus ganz beim Ringen selbst liegt. Dieses umfangreiche Programm ist auch nötig, wenn die heimischen Athleten in der bevorstehenden Mammutsaison, die 18 statt der üblichen 14 Kampftage enthält, bestehen wollen. Der Grund für diese Erweiterung ist der Umstand, dass die Oberliga dieses Jahr mit neun Mannschaften besetzt ist, während bei der zweiten Mannschaft in der Gruppenoberliga Süd gar zehn Staffeln gemeldet waren. Bedauernswerterweise haben hier drei Vereine, der TSV Berchtesgaden II, der TSV Westendorf III und der SV Mietraching II, in der Zwischenzeit ihren Rückzug erklärt, sodass nun doch nur sieben Mannschaften antreten. Da zum Zeitpunkt der Abmeldungen eine Umstellung auf 14 Kampftage nicht mehr möglich war, ergeben sich für die übrigen Vereine entsprechend sechs kampffreie Tage. Die Saison findet 2023 an 15 Samstagen vom 02. September bis einschließlich 09. Dezember statt und wird durch drei zusätzliche Termine am 03. Oktober (Dienstag), 01. November (Mittwoch) und 03. Dezember (Sonntag) ergänzt.

Nach ihrem bereits erwähnten Auftakt zuhause gegen die beiden Staffeln des SC Isaria Unterföhring am 09. September verteilen sich die weiteren Heimkämpfe der Angerer Ringer auf den 23. September gegen die WKG Diedorf/Augsburg, den 07. Oktober gegen den TV Geiselhöring I und II, den 21. Oktober gegen den TSV Westendorf, den 28. Oktober gegen den ASV Hof, den 04. November gegen den SV Johannis Nürnberg II, den 18. November gegen den SV Wacker Burghausen II und den TSV 1860 München, den 25. November gegen den SC Oberölsbach und den TSV Sulzberg sowie schließlich den 03. Dezember gegen den TSV Burgebrach und den AC Bad Reichenhall. Zusammengefasst sind die Heimauftritte in der ersten Saisonhälfte also eher spärlich gesät, ehe ab Mitte Oktober an sieben Wochenenden sechs Heimkämpfe stattfinden.

Auf welchem Platz die Ringer des SC Anger in der Endabrechnung landen werden, ist 2023 keine einfache Prognose. Als amtierender Meister gehören die heimischen Mattenathleten zwar quasi zwangsweise zu den Mitfavoriten, doch die Titelverteidigung wird alles andere als ein einfaches Unterfangen. Die beiden engsten Konkurrenten des vergangenen Jahres, der TSV Westendorf und der TV Geiselhöring, sinnen naturgemäß auf Revanche und haben sich dazu sinnvoll personell verstärkt. Der SC Oberölsbach, der TSV Burgebrach und der SV Wacker Burghausen II können ebenfalls einige hochkarätige Neuzugänge in ihren Reihen begrüßen und werden den Angerer Ringern vermutlich enge Kämpfe liefern. Am ehesten in der Favoritenrolle ist der SCA gegen die beiden Aufsteiger vom ASV Hof und SC Isaria Unterföhring, die ihre Kader aber ebenfalls klug weiterentwickelt haben, sowie den SV Johannis Nürnberg II, bei dem vermutlich einige Ringer der letzten Saison nun in der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga antreten werden.

Zur Stärkung der eigenen Aufstellungsflexibilität verzeichnet auch der SC Anger drei Neuzugänge, wobei Milan Andras Korcsog (2. Platz U23 EM 2022) aus Ungarn in der Gewichtsklasse bis 130 kg Freistil zum Zug kommen wird und hier Armin Majoros, der aufgrund von Familie und Beruf nicht mehr die komplette Saison bestreiten will, ersetzt. In den beiden unteren Gewichtsklassen im Freistil verstärkt Nikolozi Santeladze aus Georgien den SCA, der 2019 Europameister der Kadetten wurde. Vom AC Bad Reichenhall schloss sich schließlich Mohammed Khasaev den Angerern an, der bereits seit einigen Jahren immer wieder zusammen mit seinen neuen Teamkollegen trainierte und dabei einen guten Eindruck hinterließ. Nach einem hoffentlich verletzungsfreien Saisonverlauf wollen die Angerer Ringer am Ende idealerweise wieder ganz oben in der Tabelle stehen, wobei aber auch eine Platzierung unter den Top-Drei als Erfolg zu verbuchen wäre. Wie bereits im letzten Jahr hat der Meister der Oberliga ein Recht zur Teilnahme an der Aufstiegsrelation zur zweiten Bundesliga, unterliegt aber keine Aufstiegspflicht.

Noch schwieriger gestaltet sich die Prognose für die zweite Mannschaft, bei der diese Saison zum einen einige junge Nachwuchsringer ihr Debüt feiern werden und zum anderen keiner der sechs Gegner aus der näheren Vergangenheit bekannt ist. Aufgrund der guten Vorbereitung gibt sich Trainer Bernhard Koch aber selbstbewusst und geht davon aus, dass seine Schützlinge um die vorderen Plätze mitringen werden. Die Schülermannschaft startet ihre Mission Titelverteidigung in der Grenzlandliga mit einem Heimkampf am 15. September gegen die KG Vigaun/Abtenau und ist nach ihrer perfekten Bilanz mit zwölf Siegen in zwölf Kämpfen aus dem letzten Jahr auch 2023 Favorit auf die Meisterschaft, wenngleich sich im Nachwuchsbereich innerhalb eines Jahres naturgemäß viel ändern kann. Bereits im Vorfeld auf die Saison können wie gewohnt telefonisch unter 08656/983720 oder per Mail unter raymundedfelder@web.de bei Regina Edfelder wieder Saisonkarten vorbestellt werden, die dann beim ersten Heimkampf abholbereit vorliegen.
Bericht: Lukas Koch

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