Auf ein ereignisreiches Wochenende blicken die Ringer des SC Anger zurück, an dem Andreas Hocheder und Sebastian Gröbner an den Deutschen Meisterschaften der Junioren teilnahmen und sechs heimische Nachwuchsringer nach Aichach zum alljährlichen Wittelsbacher-Land-Turnier reisten, bei dem sich insgesamt 433 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Bayern, Baden-Württemberg und Österreich einfanden. Der Angerer Trupp durfte sich am Ende über eine Gold- und zwei Bronzemedaillen freuen, während parallel die beiden Juniorenringer jeweils den achten Platz erreichten.
Andreas Hocheder hatte für seine erste Deutschen Meisterschaften bei den Junioren im nordrhein-westfälischen Hohenlimburg extra auf 61 kg Freistil abtrainiert, um hier bessere Chancen zu haben, was sich auch direkt im ersten Kampf auszahlte. In diesem sicherte sich der junge Angerer gegen einen württembergischen Kontrahenten einen sicheren 6:1 Punktsieg, was den Einzug ins Viertelfinale bedeutete. Hier lieferte sich der heimische Ringer mit seinem hessischen Gegner ein bis zur letzten Sekunde spannendes Duell, an dessen Ende Hocheder bei 6:6 Endstand aufgrund der zuletzt erzielten Wertung leider knapp das Nachsehen hatte. Mit einem Finaleinzug des Hessen hätte der junge Angerer über die Hoffnungsrunde noch eine Chance auf Bronze gehabt, da dieser allerdings das Halbfinale verlor, schied der junge Angerer als Achter aus. Einen nahezu identischen Turnierverlauf wies parallel im thüringischen Zella-Mehlis Sebastian Gröbner auf, der aufgrund seiner zuletzt starken Leistungen von Landestrainer Matthias Baumeister nominiert worden war, obwohl er noch nomineller Kadettenringer ist. Im Achtelfinale bis 63 kg griechisch-römisch ließ der gebürtige Trostberger seinem pfälzischen Kontrahenten keine Chance und setzte sich vor allem aufgrund zweier Ausheber-Würfe technisch überlegen durch. Im Viertelfinale wartete wie bereits jüngst bei den Deutschen Meisterschaften der Kadetten Christiano Liebzeit aus Nordbaden, dem sich Gröbner erneut geschlagen geben musste. Da Ersterer anschließend das Halbfinale verlor, konnte auch der junge Angerer nicht mehr in Hoffnungsrunde um Bronze kämpfen und schied ebenfalls als Achter aus. Beide Angerer Ringer dürfen trotz des Verpassens der Medaillenränge stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein und haben in den kommenden zwei bzw. drei Jahren jeweils noch die Möglichkeit, sich bei den Junioren Edelmetall zu sichern.

Eine weitaus kürzere Anreise hatten parallel am Samstag sechs Nachwuchsringer des SCA, die beim alljährlichen Wittelsbacher-Land-Turnier im schwäbischen Aichach auf der Matte standen. In der C-Jugend gewann Benno Schmidt seinen Auftaktkampf bis 38 kg souverän per Schultersieg, musste sich in beiden folgenden Kämpfen allerdings jeweils geschlagen geben und schied als Neunter aus. Eine souveräne Leistung zeigte bis 41 kg Alexander-Aurelius Opitz, der mit einem technisch überlegenen und drei Schultersiegen seinen Konkurrenten im Pool keine Chance ließ. Nach einem anfänglichen Rückstand setzte sich der junge Angerer letztendlich auch im abschließenden Finale vorzeitig durch und wurde dadurch verdienter Turniersieger. Auch Dominik Sebastian Helminger durfte sich bis 46 kg am Ende über eine Medaille freuen, indem er das kleine Finale vorzeitig per Schultersieg gewann. Zuvor hatte der heimische Nachwuchsringer im Pool zwar eine Niederlage gegen den späteren Gewinner der Gewichtsklasse hinnehmen müssen, seine weiteren drei Duelle aber allesamt vorzeitig gewonnen. Im nordischen Modus (jeder-gegen-jeden) maß sich in der B-Jugend bis 40 kg Philipp Stein mit seinen vier Mitstreitern und durfte sich am Ende mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Niederlagen und zwei vorzeitigen Siegen über die verdiente Bronzemedaille freuen. Noch ohne Erfolg blieb bei seinem ersten großen Turnier bis 44 kg Elyes Gharbi, der sich gegen den späteren Vierten bzw. Turniersieger jeweils geschlagen geben musste und somit als Elfter ausschied. Auch Jakob Hinterstoißer musste dieses Mal bis 48 kg früh die Segel streichen, nachdem er einmal knapp nach Punkten und einmal per Schulterniederlage verlor und somit das Turnier als Zwölfter beendete. (Lukas Koch)



