Kreisligist SC Anger findet kurzfristige Lösung – Neuer Coach für Saison 2026/27 geplant
Anger. Er macht vorerst weiter: Hubert Berger ist seit vergangenen Samstag Chefcoach des heimischen Kreisligisten SC Anger und somit mehr als eine Interimslösung. „Wir haben nach dem Abschied von Andi Brandl lange gesucht und viele Gespräche geführt“, informiert Fußball-Abteilungsleiter Andreas Sprinzing. Vorab wurde ein Anforderungsprofil erstellt, welche Qualifikationen der neue Teamchef an der SCA-Seitenlinie mitbringen soll: „Wir hatten schließlich einen externen Kandidaten und waren schon sehr weit, mit den Verhandlungen. Doch dieser Wunschtrainer hat kurzfristig keine Zeit, erst ab Sommer“. Der Verein hat nun durch das weitere Engagement von Hubert Berger, von 2018 bis 2023 Coach beim BSC Surheim, einige Monate Zeit gewonnen, um die Sache mit diesem möglichen neuen, langfristig vorgesehenen Trainer in trockene Tücher zu bringen. Er soll dann im Juni übernehmen. Um wen es sich handelt, möchte Sprinzing, der „froh“ ist, für die restliche Saison eine Lösung gefunden zu haben, nicht preisgeben: „Wir wollen hier nicht über ungelegte Eier reden, das bringt nichts.“
Derweil wird der erfahrene Trainer Hubert Berger, der ursprünglich nur das eine Derby gegen Teisendorf übernehmen wollte (die Mannschaft gewann den Nebel-Lokalhit am letzten 2025-Spieltag Anfang November mit 4:1) weiter versuchen, bis zum Saisonende das Maximale aus dem Team herauszuholen. Der Kreisliga 2-Vertreter aus dem Berchtesgadener Land besitzt als Tabellendritter und nur drei Punkten Rückstand auf Rang 2 alle Aufstiegschancen, hat den möglichen Sprung in die Bezirksliga somit noch selbst in der Hand. Die Mannschaften liegen aber auch im Blick nach unten eng zusammen, auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz hat die SCA-Crew „nur“ sieben Zähler Vorsprung – es kann also schnell in jede Richtung gehen.
„Der Andi Brandl hat eine super Arbeit geleistet, das wollen wir jetzt fortführen. Die Mannschaft steht super da, das macht schon richtig Spaß“, sagt Berger, der nach Absprache mit einer Frau Eva sozusagen „die Freigabe“ für die dreimonatige Restsaison (mit Vorbereitung vier Monate) erhielt. Der 50-Jährige ist mittlerweile zudem Platzwart am Angerer Sportgelände, kümmert sich um einen bestmöglichen Fußballrasen – eine Funktion, die er trotz seines Engagements an der Seitenlinie parallel fortführen wird.
Ab- oder Neuzugänge gibt es in der aktuell laufenden Winterpause derweil nicht, der SC Anger wird exakt so, wie im Herbst antreten. Der Trainings- und Vorbereitungsstart ist für Ende Januar geplant. Das erste Pflichtspiel 2026, zugleich der KL2-Rückrundenstart, steht am 7. März bei Spitzenreiter TuS Prien auf dem Programm. „Der Hubert kennt den Verein in- und auswendig und ist bei der Mannschaft voll akzeptiert. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, bis zum Ende der Saison weiterzumachen“, so Sprinzing abschließend.
Foto & Bericht: Hans-Joachim Bittner



