Sebastian Gröbner wird Dritter Deutscher Meister

Sebastian Gröbner (rechts) bei der Siegerehrung ((C) Raymund Edfelder).
Sebastian Gröbner (rechts) bei der Siegerehrung ((C) Raymund Edfelder).

Mit der Bronzemedaille im Gepäck kehrte der Angerer Nachwuchsringer Sebastian Gröbner von den Deutschen Meisterschaften der Kadetten zurück, die 2026 in griechisch-römisch in Luckenwalde unweit von Berlin ausgetragen wurden. Pech hatte hingegen sein Teamkollege Max Hinterstoißer, der sich direkt im ersten Kampf verletzte und das Turnier dadurch vorzeitig abbrechen musste. Noch im Vorfeld von einer Teilnahme absehen musste im Freistil Leonhard Koch, der unter der Woche erkrankt war und daher nicht nach Aschaffenburg reiste.

Betreut von Landestrainer Matthias Baumeister und Bezirkstrainer Raymund Edfelder gewann Sebastian Gröbner bis 60 kg den traditionell schwierigen Auftaktkampf am Freitagabend gegen seinen Württemberger Kontrahenten dennoch sicher mit 5:1 und ging dadurch mit einem guten Gefühl in die weiteren Duelle am Samstag. Das erste dieser war gegen einen nordbadischen Sportler eine klare Angelegenheit für den jungen Angerer, der sich in nur 28 Sekunden einen technisch überlegenen Sieg sicherte. Weiter ging es anschließend gegen einen sächsischen Konkurrenten, wo Gröbner beim finalen 7:1 Endstand nach vier Minuten einen weiteren vorzeitigen Sieg zwar knapp verpasste, dennoch aber nie Zweifel an seinem Erfolg aufkamen. Zum ersten Mal sechs Gegenpunkte musste der heimische Nachwuchsringer, der Anfang 2025 vom TSV Trostberg nach Anger gewechselt war, im vierten Kampf hinnehmen. Da er selbst allerdings weiterhin mit Überführen in die Bodenlage, Durchdrehern und Ausheber-Würfen insgesamt 13 Punkte erzielte, gewann Gröbner auch dieses Duell letztendlich deutlich und zog somit ins Poolfinale ein. Hier wartete wie schon im Finale des DRB-Kader-Sichtungsturnier im Januar vom AV Reilingen Christiano Liebzeit, dem sich der junge Angerer damals vorzeitig geschlagen geben musste. Auch dieses Mal war der Nordbadener, der bereits im Vorjahr die Silbermedaille gewonnen hatte und dieses Mal Gold holte, eine Nummer zu groß für Gröbner, der damit am Sonntag zum Abschluss im kleinen Finale stand. Nach einer kurzen Abtastphase gelangen dem gebürtigen Trostberger in kurzer Abfolge mehrfach Wertungen, durch die den ungleichen Kampf in nur 67 Sekunden vorzeitig zu seinen Gunsten entschied und sich damit für seine Gesamtleistung mit der Bronzemedaille belohnte, wofür er abends bei einem Empfang in Anger auch entsprechend gefeiert wurde.

Durch seinen Erfolg trug Gröbner auch zum zweiten Platz des Bayerischen Ringerverbands in der Länderwertung bei, die man ohne die Verletzung von Max Hinterstoißer mutmaßlich sogar gewonnen hätte. Neben dem Angerer waren am Wochenende auch drei weitere Ringer aus dem Bezirk Inn/Chiem erfolgreich, die sich in Form von Philip Temenev (TV Traunstein, 42 kg Freistil), Daniel Meyer (SV Wacker Burghausen, 80 kg Freistil) und Sultan Muhametow (SV Wacker Burghausen, 80 kg griechisch-römisch) allesamt den Titel des Deutschen Meisters sicherten. (Lukas Koch)

Von links: Max Hinterstoißer, Bezirkstrainer Raymund Edfelder und Sebastian Gröbner ((C) Raymund Edfelder).
Von links: Max Hinterstoißer, Bezirkstrainer Raymund Edfelder und Sebastian Gröbner ((C) Raymund Edfelder).

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