Stolze 182 Teilnehmer aus insgesamt 19 Vereinen fanden am vergangenen Samstag den Weg in die Aufhamer Sporthalle, um dort am alljährlichen vom SC Anger ausgerichteten Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier teilzunehmen. Die Nachwuchsringerinnen und -ringer waren dabei neben dem lokalen Bezirk Inn/Chiem auch aus Oberbayern, Niederbayern sowie den angrenzenden österreichischen Bundesländern angereist. Für einen reibungslosen Ablauf des Tages sorgte einmal das eingespielte Team der Abteilung, das sich um Auf- und Abbau, die Kampfrichtertische und den Verkauf auf der Empore kümmerte. Die Mannschaftswertung gewannen die Salzburger Nachbarn aus Wals, die mit 27 Teilnehmern auch das größte Kontigent gestellt hatten. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten eine ungarische Mannschaft aus Kecskemet sowie die Gastgeber vom SCA. Letzterer war mit 19 Teilnehmern angetreten und durfte sich am Ende über fünf Bronze-, drei Silber- und vier Goldmedaillen freuen.
Bei den Jüngsten der E-Jugend (Jahrgänge 2018 – 2020 ab vollendetem sechstem Lebensjahr) wurden die Gewichtsklasse dynamisch ohne vorher feststehende Gewichtsklassen eingeteilt, um allen Ringerinnen und Ringern möglichst viele Kämpfe zu ermöglichen. Bis 26 kg stellte der SCA mit Maurice Richter und Jonas Rehrl die Hälfte der Teilnehmer, die sich jeweils ihren weiteren beiden Kontrahenten geschlagen geben mussten. Im vereinsinternen Duell konnte sich ersterer am Ende durchsetzen und wurde somit Dritter, während Letzterer auf dem vierten Platz landete. Eine Gewichtsklasse höher bekam es Moritz Huber mit der maximalen Anzahl von fünf Konkurrenten zu tun, wobei er mit einem Schultersieg optimal in den Tag startete. In den weiteren Kämpfen wies der junge Angerer dann eine ausgeglichene Bilanz von zwei weiteren Schultersiegen und zwei Niederlagen auf, womit er sich am Ende die verdiente Bronzemedaille erkämpft hatte. Eine starke Leistung zeigte in der D-Jugend (Jahrgänge 2016 – 2017) bis 29 kg Lukas Staller, der sich mit zwei Schultersiegen souverän ins abschließende Finale vorkämpfte. Dort lieferte sich der heimische Nachwuchsringer anfangs mit seinem Kontrahenten ein abwechslungsreiches Duell, ehe er sich zunehmend absetzte und sich schließlich mit einem weiteren Schultersieg die Goldmedaille sicherte. Ohne Erfolg blieb dieses Mal noch Tobias Koch, der bis 38 kg nach zwei Niederlagen vorzeitig ausschied und Siebter wurde.
Nur einen Konkurrenten hatte in der C-Jugend (Jahrgänge 2014 – 2015) bis 29 kg Elias Helminger, dem sich der junge Angerer in einem abwechslungsreichen Gefecht allerdings letztendlich geschlagen geben musste und damit Zweiter wurde. Mit drei Gegnern bekam es bis 31 kg Jona Auer zu tun, wobei er sich nach zuvor zwei Niederlagen im dritten Duell einen Schultersieg sicherte und dadurch Dritter wurde. Nicht in die Platzierungsplätze vorstoßen konnte in der Gewichtsklasse bis 38 kg, die mit 14 Ringern besetzt war, Luis Hufnagl, der nach zwei Niederlagen früh die Segel streichen musste. Bis 42 kg hatte der SCA mit Alexander-Aurelius Opitz und Benno Schmidt gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die ihren weiteren vier Kontrahenten mit ausschließlich vorzeitigen Siegen durch technische Überlegenheit oder per Schultersieg allesamt keine Chance ließen. Im vereinsinternen Duell um Gold und Silber setzte sich am Ende Opitz durch, der damit am Treppchen ganz oben stand, wobei sich aber auch Schmidt über eine verdiente Silbermedaille freuen durfte. Auch bis 46 kg waren die Angerer Ringer in Form von Alexander Kirchner und Dominik Helminger mit zwei Startern vertreten, die jeweils den späteren Erst- und Zweitplatzierten den Vortritt lassen mussten, dafür aber auch die späteren Plätze fünf und sechs mit Schulter- bzw. technisch überlegenen Siegen klar hinter sich ließen. Den Kampf um Bronze entschied letztendlich Kirchner für sich, der damit auch die Bronzemedaille gewann, während Helminger auf dem undankbaren vierten Platz landete.
In der A/B-Jugend (Jahrgänge 2009 – 2013) stand Elyes Gharbi bis 45 kg nach einem Schultersieg und zwei Niederlagen zum Abschluss im Finale um den fünften Platz, in dem sich der junge Angerer allerdings geschlagen geben musste und somit Sechster wurde. Pech hatte Jakob Hinterstoißer, der in der mit 12 Ringern besetzten Gewichtsklasse bis 51 kg direkt auf die späteren Bronze- und Goldmedaillengewinner traf und nach zwei Niederlagen vorzeitig ausschied. Seine zuletzt starke Entwicklung untermauerte bis 55 kg Christoph Koch, der mit zwei Schultersiegen ungefährdet ins Finale stürmte und sich dort mit einem weiteren vorzeitigen Sieg die verdiente Goldmedaille sicherte. Eine ebenfalls tolle Gesamtleistung zeigte bis 60 kg Vinzenz Haunerdinger, der sich mit einem technisch überlegenen und zwei Schultersiegen ins Poolfinale vorkämpfte. Dort sowie im abschließenden kleinen Finale musste der junge Angerer dann allerdings die Stärke seiner Konkurrenten anerkennen und landete somit auf dem undankbaren vierten Platz. Fest in Angerer Hand war die Gewichtsklasse bis 65 kg, wo sich Leonhard Koch (zweimal technisch überlegen und einmal per Schultersieg) und Michael Haas (Schultersieg, technisch überlegener Sieg und Punktsieg) parallel ins Finale vorgekämpft hatten. Im abschließenden vereinsinternen Kampf um Gold behielt am Ende Koch die Nase vorn, der somit auch Gold holte, während Haas nach seiner starken Gesamtleistung mit Silber belohnt wurde. Bis 80 kg stand Albert Raisch nach zwei hart erkämpften Punktsiegen im Poolfinale, in dem er sich gegen den späteren Turniersieger allerdings nicht durchsetzen konnte und somit zum Abschluss im kleinen Finale stand. Hier ließ der junge Angerer seinem Kontrahenten keine Chance und sicherte sich mit einem technisch überlegenen Sieg die Bronzemedaille.
Parallel zum Tom-Kirchner-Gedächtnisturnier fand im Münchner Vorort Feldkirchen der Mangfall-Cup 2026 statt, der sich explizit an Ringerinnen richtet. Auch der SC Anger war dort mit zwei Nachwuchssportlerinnen vertreten, wobei sich Franziska Wimmer in der U10 bis 50 kg nach einem Schultersieg und zwei Niederlagen die Bronzemedaille erkämpft hatte. Ein identisches Ergebnis wies in der U14 bis 52 kg Viktorija Vasiljevic auf, die zwar ebenfalls zweimal unterlag, ihren dritten Kampf aber per Schultersieg für sich entschied und dadurch ebenso Dritte wurde. (Lukas Koch)


