Angerer Ringer auf DRB-Kader-Sichtungsturnier in NRW

Das bayerische Team in Hagen ((C) Matthias Baumeister).
Das bayerische Team in Hagen ((C) Matthias Baumeister).

Als Teil des bayerischen Kaders nahmen am vergangenen Wochenende die drei Angerer Ringer Sebastian Gröbner, Max Hinterstoißer und Leonhard Koch am DRB-Kader-Sichtungsturnier der U17 teil, das im nordrhein-westfälischen Hagen stattfand. Anders als ihre Mannschaftskollegen, die sich parallel bei den Bezirksmeisterschaften über einen Heimauftritt freuen durften, mussten die drei damit eine mehr als 700 km weite Reise auf sich nehmen. Mit ihren starken zweiten bzw. vierten Plätzen trogen Gröbner und Hinterstoißer einen beträchtlichen Teil zum Gewinn der Teamwertung für den Bayerischen Ringerverbands bei, während sich Koch in seinem ersten Jahr bei den Kadetten noch nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte.

Sebastian Gröbner ging in der Gewichtsklasse bis 60 kg griechisch-römisch an den Start und sicherte sich zum Auftakt vor allem aufgrund zweier erfolgreicher Schulterschwünge einen ungefährdeten 7:0 Punktsieg gegen seinen brandenburgischen Kontrahenten. Auch im zweiten Duell gab sich der junge Trostberger, der 2026 in sein zweites Jahr für den SCA geht, keine Blöße und bezwang seinen württembergischen Konkurrenten nach einer Serie an Durchdrehern technisch überlegen, was gleichbedeutend mit einem Einzug ins Halbfinale war. In diesem war Gröbner erneut mit einigen Durchdrehern erfolgreich, ehe er seinen sächsischen Gegner vorentscheidend sogar auf dem Rücken fixierte und durch den Schultersieg die Finalteilnahme sicherstellte. Im Kampf um Gold fand der junge Angerer abschließend kein Mittel gegen die kraftvollen Vorbeireißer seines nordbadischen Kontrahenten, sodass er letztendlich zwar vorzeitig verlor, sich dennoch aber über den Gewinn der Silbermedaille freuen durfte.

Eine Gewichtsklasse höher feierte Max Hinterstoißer bis 65 kg ebenfalls einen optimalen Turnierauftakt und gewann gegen seinen hessischen Kontrahenten in der zweiten Kampfminute per Schultersieg. Im zweiten Kampf sah sich der junge Angerer zur Pause einem 1:4 Rückstand gegen seinen sachsen-anhaltischen Gegner gegenüber, von dem er sich allerdings nicht beunruhigen ließ und im zweiten Durchgang das Ergebnis nicht nur auf 10:4 zu seinen Gunsten drehte, sondern kurz vor dem Schlusspfiff erneut per Schultersieg triumphierte. Wieder weitaus eindeutiger verlief im Anschluss das dritte Duell, in dem sich Hinterstoißer bereits nach einer halben Minute nach einer Serie an Durchdrehern technisch überlegen gegen seinen niedersächsischen Kontrahenten durchsetzte. Den vierten Kampf begann der junge Angerer mit einem frühen 4:0 Vorsprung, den sein saarländischer Gegner allerdings bis zur Pause auf 4:4 ausglich. Nervenstark ließ sich Hinterstoißer auch davon nicht aus der Ruhe bringen und war im zweiten Durchgang ein weiteres Mal mit einer Durchdreher-Serie erfolgreich, was ihm nach drei Minuten den Sieg durch technische Überlegenheit einbrachte. Damit wartete im fünften Kampf das Poolfinale, wo sich der heimische Ringer mit seinem nordbadischen Kontrahenten eine Auseinandersetzung auf Biegen und Brechen lieferte. Nach vier intensiven Minuten stand es nominell ausgeglichen 2:2, sodass die zuletzt erzielte Wertung den Ausschlag machte. Hier hatte Hinterstoißer das Nachsehen und zog nach dieser Niederlage ins kleine Finale ein. Auch im Duell um Bronze konnten sich weder der Angerer noch sein mecklenburg-vorpommerischer Konkurrent entscheidend absetzen, sodass es nach Ablauf der Kampfzeit unentschieden 4:4 stand. Mit einer Zweier- und zwei Einser-Wertungen hatte Hinterstoißer denkbar unglücklich das Nachsehen, da sein Gegner zwei Zweier-Wertungen erzielt hatte und damit zum Abschluss auf dem Podest stand, während der Angerer trotz seiner guten Gesamtleistung auf dem undankbaren vierten Rang landete.

Im Freistil trat Leonhard Koch in seinem ersten Jahr bei Kadetten in der Gewichtsklasse bis 60 kg an und bekam es direkt zum Auftakt mit dem späteren Drittplatzierten aus Nordrhein-Westfalen zu tun. Der Angerer attackierte mutig mit Beinangriffen, wurde dabei aber mit Spaltgriffen gekontert und verlor dadurch vorzeitig. Auch im zweiten Duell fand Koch kein Erfolgsrezept gegen seinen saarländischen Kontrahenten, sodass der Angerer nach vier Kampfminuten eine Punktniederlage hinnehmen musste und vorzeitig aus dem Turnier ausschied. Für Koch, Gröbner und Hinterstoißer stehen nach kurzer Pause demnächst bereits die nächsten Titelkämpfe auf dem Programm, wenn es dann wieder zusammen mit ihren restlichen Mannschaftskollegen am 07./08. Februar zu den Bayerischen Meisterschaften nach Coburg geht. (Lukas Koch)

Zum Bericht des BRV über das Turnier: https://brv-ringen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3778:bayern-holt-sich-gesamtwertung-bei-sichtungsturnier&catid=158&Itemid=481

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